Papierlexikon
Papier von A-Z
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Affiche
Bezeichnung für den Bogenanschlag. Dient auch als Bezeichnung für ein Außenwerbeplakat (Affichenpapier).
Allgemeinstelle
Werbeträger in Fußgängerbereichen, Dekade: 10 Tage, Grundformat 1/1 bis 4/1 Bogen.
Alterungsbeständigkeit
Die Lebensdauer von Papier wird hauptsächlich durch die Auswahl der verwendeten Rohstoffe und Zusätze gesteuert. (Holzhaltige Papiere altern deutlich schneller als holzfreie Papiere.) Zudem ist sie abhängig von den chem.-physikalischen Bedingungen, wie z. B. Licht, Luft, Wärme, Feuchtigkeit, die auf das Papier einwirken. Eine Normung der Alterungsbeständigkeit ist in der DIN-ISO 6738 festgelegt. Diese Norm kann auf holzhaltige, holzfreie und altpapierhaltige Papiere angewendet werden. Die Lebensdauerklassen - LDK genannt - werden in der DIN 6738 wie folgt klassifiziert:
- LDK 24-85: Diese Papiere dürfen alterungsbeständig genannt werden; sie
- haben eine Lebensdauer an die höchste Ansprüche gestellt werden können
- LDK 12-80: Papiere dieser LDK haben eine Lebensdauer von einigen 100 Jahren
- LDK 6-70: Papiere dieser LDK haben eine Lebensdauer von mindestens 100 Jahren
- LDK 6-40: Papiere dieser LDK haben eine Lebensdauer von mindestens 50 Jahren.
Die amerikanische Norm für Alterungsbeständigkeit heißt ANSI-Norm Z 39.48. Ebenso gibt die internationale „DIN-ISO 9706“ eine Aussage über die Alterungsbeständigkeit. Diese Norm ist strenger als die DIN 6738, gilt jedoch nur für holzfreie Papiere. Das DIN-ISO 9706- Zeichen wird für langlebige Dokumente vergeben und sagt eine sehr hohe Alterungsbeständigkeit aus (Lebensdauer praktisch unendlich). Die DIN 6738 hingegen ist eine Prüfnorm; sie kennt eine gestaffelte Alterungsbeständigkeit. Sämtliche Océ-Papiere erfüllen die DIN 6738 - LDK 6-70 und sind somit mindestens 100 Jahre haltbar. Océ Yellow Label ECF beispielsweise hat eine Lebensdauer von mehreren 100 Jahren (= LDK 12-80). Die ISO 9706 wird im Formatbereich von allen holzfreien Océ Label- Papieren erfüllt (Red, Black, Yellow, Green Label).
Altpapier
Papier-, Karton- und Pappenabfälle, die bei der Verarbeitung oder nach Gebrauch anfallen. Sie werden zur Wiederverwendung (Recycling) an die Papierfabriken zurückgeliefert. Altpapier ist der Menge nach der wichtigste Rohstoff der Papierherstellung. Sein Anteil am gesamten Faserstoffeinsatz der Papierindustrie liegt bei etwa 2/3. Die Vorstellung von einem lückenlosen Kreislauf von Alt- und Neupapier, bei dem das Altpapier der einzige Rohstoff der Papier- und Pappeherstellung wäre, ist eine Illusion. Da sich nämlich bei jedem Einsatz die Qualität der Fasern verschlechtert, muss ständig ein gewisses Mindestmaß an frischem Material zugefügt werden, um einen "Recycling-Kollaps" zu vermeiden. > Recycling
Altpapierqualitäten
gibt es theoretisch mehr, als es Papiersorten gibt. Praktisch ist es nicht möglich, alle Sorten getrennt voneinander zu erfassen. Der Altpapiermarkt unterscheidet 43 Handelsklassen. Die kritische Stelle bei der Wiederverwertung von Altpapier ist die Sortierung. Die gemischten Altpapiersorten, die der Papierindustrie heute überwiegend angeboten werden, weisen die unterschiedlichsten Faserqualitäten auf und enthalten neben den Druckfarben auch Verunreinigungen wie Kleber und Kunststoffe. Gut sortierte, "reine" Sorten stehen in der Qualitätsskala obenan - allen voran die überwiegend in Druckereien anfallenden "holzfreien weißen Späne", z. B. unbedruckte Randabschnitte, die Zellstoff am nächsten kommen. Gemischtes Altpapier z. B. aus den Haushalten ist dagegen weiter unten angesiedelt.
Andruck
Der Druckjob wird zunächst in kleinem Format (am Besten auf mattem Papier) gedruckt, damit Farbe und Stand kontrolliert werden können. Alternative zum Proof.
AOX-Wert
Kurzbezeichnung für absorbierbare, organisch gebundene Halogene und einen in der Abwasseranalytik gebrauchten Summenparameter, der sich in der Papierindustrie vor allem auf chlorierte Kohlenwasserstoffe bezieht. Der AOX-Wert gibt die Menge absorbierbarer, organisch gebundener Halogene an, die in das Oberflächenwasser im Abwasser des Pulpeherstellers abgeleitet wird. Der AOX-Wert ist die international gebräuchliche Maßeinheit, um die Abwasserbelastung mit organischen Chlorverbindungen verschiedener Zellstofffabriken miteinander vergleichen zu können. Er bildet die Grundlage für die Einteilung in „chlorfrei“ und „chlorgebleicht“. Die übliche Maßeinheit lautet AOXKilogramm pro Tonne produzierter Pulpe.
Aufbereitung
ist nach der Faserstoffgewinnung die erste Stufe der eigentlichen Papierherstellung. Dabei werden zunächst die als Halbstoffe angelieferten Faserstoffe mit viel Wasser "aufgeschwemmt", d. h. in einen dünnen Brei verwandelt. Nach - oft mehrstufiger - Reinigung und Mahlung des Faserbreis werden die Hilfsstoffe zugegeben. Durch eine nochmalige Verdünnung erhält der Faserbrei dann die richtige Konsistenz (bis zu 99 Prozent Wasser) für die Weiterverarbeitung auf der Papiermaschine. Er wird dann als "Ganzstoff" bezeichnet.
Aufkleber
Auf Wunsch kann der Kunde zu Beginn oder während der Plakatierung im Nassklebeverfahren seine Plakate mit aktuellen Aufklebern versehen lassen. Hierzu sind vom Anbieter so genannte Kleberouten anzusetzen. Diese werden dem Kunden gesondert in Rechnung gestellt.
Außenwerbung
Werbung im öffentlichen Raum, die sich an die gesamte mobile Bevölkerung richtet.
Backlights
Plakatwerbeträger, in denen die befestigten Plakate im City-Light- oder 18/1-Bogen-Format von hinten durchleuchtet werden.
Bahnhofswerbung
Im Bahnhofsbereich gibt es neben den klassischen City-Light-Postern und Großflächen eine Vielzahl von Werbeformen wie DIN A1 Plakate, LED-Wände, Infoscreens etc. Auskünfte über Buchungsmöglichkeiten erteilt die Deutsche Eisenbahn Reklame GmbH in Kassel.
Baugerüstwerbung
Mit Werbung bedruckte Kunststoff-Netze von 100-1.000 m² Fläche. Belegungsdauer Zeitraum der Mindestbelegung eines Werbeträgers durch einen Werbetreibenden.
Belegungsdichte
Die Belegungsdichte = Anzahl Plakate / Einwohnerzahl einer Stadt. In der Praxis wird mit einer Belegungsdichte von 1:2.000 oder 1:3.000 gerechnet, d.h. pro Plakatstelle 2.000 bzw. 3.000 Einwohner.
Beschichtetes Papier
> gestrichenes Papier
Billboards
Großflächige Außenwerbung.
Blatt
Papier und Karton in ungefalztem Zustand und kleiner als das Format DIN A3. Für Formate, die im ungefalzten Zustand größer als A3 sind, wird im Allgemeinen der Ausdruck „Bogen“ verwendet.
Blauer Engel
Umweltzertifikat, auch für Kopierpapier. Das Basismaterial muß mind. 95% Altpapier (post-consumer waste) aufweisen. Oft Voraussetzung bei deutschen Behörden. Wurde durch den deutschen Staat initiiert. Kon trolle durch RAL. Mit dem Blauen Engel wurde u.a. Océ Recycling Label ausgezeichnet.
Bleichen
Unter Bleichen ist die Erhöhung des Weißgrades eines Faserstoffes zur Herstellung von Papier zu verstehen. Der Bleichprozess ist eine Weiterführung des chemischen Aufschlusses, bei der die Abtrennung der Zellulosebegleitstoffe vollendet wird. Denn der Zellstoff hat nach dem chemischen Aufschluss eine gelbliche bis braune Färbung. Das Bleichen erfolgt heute mehr und mehr ohne Chlor oder Chlorverbindungen, da Bleichen mit Chlorgas/Elementarchlor zu hohen Abwasserbelastungen führt. s. Chlorbleiche, s. ECF, s. TCF.
Blow-up
Darunter versteht man ein Riesenposter mit einer bedruckten Fläche von bis zu 1.000 m². Die ca. 1.500 Werbeflächen bundesweit findet man an Baugerüsten, als Fassadenwerbung, als Baustellenwerbung oder als Gebäudeverhüllung. Großformatige Werbung an Baugerüsten und Fassaden.
Breitbahn
Ein Papierbogen, dessen lange Seite aus der Breite der Papierbahn geschnitten wurde. Die Laufrichtung des Bogens liegt also parallel zur Schmalseite (DIN A3). s. Schmalbahn
Buchung
Die Buchung der einzelnen Werbeträger geschieht entweder über Spezialmittler bzw. den Vermittlern der Werbefläche direkt. Es können Einzelbuchungen vorgenommen werden oder Mehrfachbuchungen (Netzbelegung)
CAD
Computer Aided Design – Computer unterstütztes Konstruieren.
Chlorbleiche
Zellstoffbleiche mit Hilfe von Elementarchlor oder Chlorverbindungen. Die Chlorbleiche ist, chemisch gesehen, das optimale Verfahren, um Lignin, das unter Sauerstoffeinwirkung das Papier brüchig macht und stark vergilben lässt, von der Zellstoff-Faser zu trennen. Der Nachteil des Verfahrens ist aber, dass die Abwässer aus der Chlorbleiche nur unzureichend gereinigt werden können und daher die Gewässer belasten. Weltweit werden aber aus diesem Grunde bereits chlorfreie alternative Bleichverfahren praktiziert die keine Umweltbelastung darstellen. > Chlorfreie Papiere.
Chlorarme Papiere
Als chlorarm werden Papiere bezeichnet, deren Zellstoff nicht mit Elementarchlor, sondern mit Chlorverbindungen (meist Chlordioxid) gebleicht wird. Dadurch wird die Abwasserbelastung reduziert. > Chlorbleiche, > ECF
Chlorfreie Papiere
In der allgemeinen Umgangssprache die Bezeichnung für Papier, das aus Zellstoff hergestellt wurde, der ohne Elementarchlor oder Chlorverbindungen gebleicht wurde. Am gebräuchlichsten sind heute Sauerstoff und Wasserstoffperoxid. Solche Papiere werden mit der Abkürzung „TCF“ = „totally chlorine free” gekennzeichnet. > Chlorbleiche, > TCF
CityLight-Clock
Gehört zu den Werbeträgern der Großuhren. Standardisiertes Format: 1.900 x 1.400 cm entspricht 4/1 Format, insgesamt 8 m² auf vier Seiten.
CityLight-Poster (CLP)
Hinterleuchtete oder beleuchtete Plakatvitrinen in die ein Plakat der Größe 120 x 176 cm gehängt werden kann (dies entspricht nicht ganz dem 4/1 Format). In Deutschland gibt es derzeit etwa 100.000 Plakate. Als Material kommt entweder Papier oder Backlight Film in Frage.
Clever-Box
wird auch als Efficiency Box bezeichnet. Karton mit 2.500 Blatt Papier (80 g/m², A4) ohne Rieseinschläge („riesfrei“).
CLP-Säulen
Verglaste und hinterleuchtete Litfasssäulen, in die entweder drei 8/1 Bogen-Plakate oder sechs City-Light-Poster eingehängt werden können.
Contur
Methode zur Einzelstellenbewertung von Großflächen, die von der Contrast AG entwickelt wurde und dort zu qualitativen Selektion von Großflächen eingesetzt wird.
Dachkranz
Werbefläche oberhalb der seitlichen Fenster an Bussen des öffentlichen Nahverkehrs im Format 730 x 28 cm.
Dehnung
Papier neigt dazu, sich bei Feuchtigkeitsaufnahme zu dehnen. Quer zu seiner Laufrichtung erfolgt dies stärker als längs der Laufrichtung.
De-Inking
Reinigungsverfahren zur Entfernung von Druckfarbe aus Altpapier zum Zwecke der Gewinnung von Sekundärfasern. Der aus bedrucktem Altpapier gewonnene Faserbrei wird dabei in einer Art Wäsche mit Seife und Natronlauge behandelt. Dabei lösen sich die Druckfarben, eingepumpte Luft treibt die Farbteilchen nach oben, wo sie als Schaum abgeschöpft werden können. Der Schaum wird eingedickt, verbrannt und die Asche deponiert. > Altpapier, > Recyclingpapier
Dekadenplan
Der Zeitraum für eine Plakatierung beträgt eine Dekade, d.h. 10 oder 11 Tage. Im Dekadenplan der Plakatwerbung wird das Kalenderjahr in 34 Dekaden mit abwechselnd 10 und 11 Tagen eingeteilt. Am Anfang und Ende des Jahres gibt es zwei Dekaden mit 14 Tagen. Jede Dekade wird in drei Klebeblöcke, A-B-C unterteilt, in denen die Klebung jeweils um drei bis vier Tage versetzt beginnt und endet. Alle klassischen Plakatwerbeträger werden nach dem Dekadenplan gebucht, mit Ausnahme von CLP, die in einigen Städten auch im Wochenrhythmus belegt werden können.
DIN
= Deutsche Industrie Norm Die gebräuchlichsten Papierformate sind in der DIN 476 festgelegt. Diese Norm legt als Ausgangsformat 1 Quadratmeter mit dem Seitenverhältnis 1 : Wurzel 2 (ca. 1,4) zugrunde (DIN A0), aus dem alle weiteren Formate der DIN-Reihe durch Halbierung abgeleitet sind.
Flächengewicht
DIN A6 DIN A5 DIN A4 DIN A3 DIN A2 DIN A1 DIN A0 50 g/m² 0,78 g 1,56 g 3,13 g 6,25 g 12,5 g 25,0 g 50,0 g 60 g/m² 1,0 g 1,9 g 3,8 g 7,5 g 15,0 g 30,0 g 60,0 g 70 g/m² 1,1 g 2,2 g 4,4 g 8,8 g 17,5 g 35,0 g 70,0 g 80 g/m² 1,3 g 2,5 g 5,0 g 10,0 g 20,0 g 40,0 g 80,0 g 90 g/m² 1,5 g 2,9 g 5,7 g 11,3 g 22,5 g 45,0 g 90,0 g 100 g/m² 1,6 g 3,2 g 6,3 g 12,5 g 25,0 g 50,0 g 100,0 g 110 g/m² 1,7 g 3,4 g 6,9 g 13,8 g 27,5 g 55,0 g 110,0 g 115 g/m² 1,8 g 3,6 g 7,2 g 14,4 g 28,8 g 57,5 g 115,0 g 135 g/m² 2,2 g 4,3 g 8,5 g 16,9 g 33,8 g 67,5 g 135,0 g 150 g/m² 2,4 g 4,7 g 9,4 g 18,8 g 37,5 g 75,0 g 150,0 g 170 g/m² 2,7 g 5,4 g 10,7 g 21,3 g 42,5 g 85,0 g 170,o g
Flughafenwerbung
An Flughäfen gibt es eine Vielzahl von Werbemöglichkeiten, die nach ihrer Platzierung selektiert und pro Monat gebucht werden. Hier interessant: feuerhemmende und –feste Bedruckstoffe.
Formation
Die Struktur und der Grad der Einheitlichkeit der Faserverteilung im Papier, gemessen oder beurteilt mittels hindurchgeschicktem Licht. Die Formation wird allgemein auch als die „Durchsicht des Papiers“ bezeichnet. S. Durchsicht
Formatpapier
wird überwiegend für grafische Zwecke, z. B. in Druckereien, eingesetzt. Im Gegensatz zum Rollenpapier ist es bereits "ab Werk" auf die vom Auftraggeber bestimmten Formate zugeschnitten. Dazu wird die Papierbahn über einen Rollenschneider der Länge nach und auf einem Querschneider in der Querrichtung geschnitten. Die fertigen Bögen werden anschließend in bestimmten Stückzahlen in Riese abgepackt oder auch ungeriest auf Paletten ausgeliefert.
Frischfaserstoff
Auch Primärfaserstoff genannt. Im Gegensatz zu dem als Altpapierstoff bezeichneten Sekundärfaserstoff. S Sekundärfasern
Füllstoffe
Zusatzstoffe für die Papierherstellung. Sie füllen die Lücken zwischen den Papierfasern aus, verbessern die s. Opazität (machen das Papier undurchsichtiger), die Bedruckbarkeit und auch die Glätte eines Papiers. Die Füllstoffe werden meist in Wasser geschwemmt und in der Mischbütte dem Halbstoff zugesetzt. Füllstoffe sind in der Regel Mineralstoffe, wie Kaolin oder Calciumcarbonat (Kreide).
Fußbodenwerbung
Findet man im Bereich von Flughäfen, Einkaufsmärkten, in öffentlichen Gebäuden, in Fußgängerzonen und zunehmend auch auf Gullideckeln. Es handelt sich um rutschfeste, auf dem Boden angebrachte Werbeflächen.
Ganzsäule
Litfaßsäule, die nur von einem Werbetreibenden genutzt wird. An Ganzsäulen können 6/1 –Bogen oder 8/1-Bogen-Plakate rund um die Säule angebracht werden. In Deutschland gibt es 17.104 Litfaßsäulen (Stand 1999). Zumeist werden die Säulen im Nassklebeverfahren bebildert, z. T. gibt es auch Leuchtsäulen.
Gestrichenes Papier
Papier, das zur Verbesserung der Oberflächenglätte, des Glanzes, der Weiße und der Bedruckbarkeit einen Strich aufweist. Dieser besteht aus hochwertigen natürlichen Pigmenten, Bindemittel sowie verschiedenen Hilfsstoffen. Der Auftrag solcher Streichfarben erfolgt industriell auf Streichmaschinen. Es gibt einseitig und beidseitig gestrichene, matt-, halbmatt- und glänzendgestrichene Papiere u.v.m.
GIS
Geografische Informationssysteme (GIS) sind ein Werkzeug zur Er fassung, Verwaltung, Bearbeitung, Analyse, Modellierung und Visualisierung raumbezogener Daten und deren Beziehungen.
Grafische Papiere
sind Druck- und Pressepapiere, sowie Büro- und Administrationspapiere. Nach dem Ausgangsmaterial werden s. holzfreie (aus reinem s. Zellstoff hergestellte) und s. holzhaltige (überwiegend aus Holzschliff gefertigte) Papiere unterschieden.
Grammatur
> Flächengewicht
Großfläche
Klassische Plakatwand für Plakate im 18/1-Bogenformat (356 x 252 cm).
Gußgestrichene Papiere
Papiere und Kartons mit einer spiegelglänzenden Oberfläche. Sie erhalten ihren Glanz nicht durch Satinage im Kalander, sondern in Verbindung mit einer Kontakttrocknung gegen einen heißen, glanzverchromten Gußzylinder.
Dabei verdampft die Feuchtigkeit aus der Streichmasse und die Glätte des Zylinders überträgt sich auf das Papier. Da diese Papiere nicht satiniert werden, haben sie ein hohes s. Volumen.
Herstellung von Papier
> Papiermaschine
Hilfsstoffe
der Papierherstellung sind im wesentlichen Wasser, s. Füllstoffe, Farbstoffe und s. Leim. Um Papieren ganz spezielle Eigenschaften zu geben, können daneben noch andere Hilfsstoffe, wie z. B. Kunstharze, eingesetzt werden. Das Papier besteht am Anfang des Produktionsprozesses aus 98% Wasser. Zum Schluss bleibt eine Restfeuchtigkeit von 5-10%.
Holzfreie Papiere
Als holzfrei wird Papier bezeichnet, das aus gebleichtem oder ungebleichtem Zellstoff hergestellt wurde und in dem höchstens 5% verholzte Fasern enthalten sein dürfen. Dieser Zellstoff ist ein auf chemischem Weg erzeugter Faserstoff aus Holz. Holzfreie (und holzhaltige) Papiere werden als Primärfaserpapiere bezeichnet im Gegensatz zu Recyclingpapieren (Sekundärfaserpapiere). Sämtliche von Océ angebotenen ECF- und TCF-Papiere sind holzfrei.
Holzhaltige Papiere
Papiere, die unter Verwendung von mehr als 5% verholzten Fasern (Holz schliff/Holzstoff) hergestellt werden. Sie weisen eine geringere Festigkeit auf als Papiere aus reinem Zellstoff, neigen schneller zur Vergilbung und haben eine wesentlich geringere Alterungsbeständigkeit.
IMO
International Maritime Organisation. Standardisiert die Sicherheitsmaßnahmen auf Seeschiffen und zertifiziert Werkstoffe, die hier zum Einsatz kommen.
Industrieverpackung
Verpackungsart bei Reprokopierpapieren. Die Rollen sind ohne Umkarton mit einer Schlauchverpackung (Folie) stehend auf einer Palette gepackt. Für den Anwender fallen weniger Verpackungsmüll und kürzere Zugriffszeiten an. Paletteneinheit durchgängig 24 Rollen.
Infoscreen
Bildwände im Format 350 x 264 cm die mit Hochleistungsprojektoren Werbedarstellungen erzeugen.
Inkjet-Papier
Oberflächenveredeltes Papier für ein berührungsloses Druckverfahren, bei dem das Druckbild durch winzige Tintentröpfchen entsteht, die computergesteuert auf das Papier gespritzt werden. Papiere für Inkjet- Druck müssen eine hohe Saugfähigkeit an der Oberfläche haben, damit die Tinte schnell gebunden und wischfest wird. Das Papier muss bei farbigen Vollflächen, die aus vier Tinten (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz) bestehen, die hohe Tintenmenge an der Oberfläche abbinden können, damit Negativ-Effekte vermieden werden, z. B.: Durchschlagen der Tinte Verzerrungen des Druckbildes durch wellig werdendes Papier Mangelhafte Randschärfe und unklare Konturen durch Verlaufen der Tinte.
Kalander
Maschine zum Glätten (s. Satinieren) von Papier. Ein Kalander ist ein System übereinanderliegender, meist beheizter Stahlgusswalzen und Hartpapierwalzen, durch die die Papierbahn schlangenförmig hindurchgeführt wird. Dabei wird sie stark gepresst und durch einen „Bügeleffekt“ geglättet (satinierte, hochsatinierte Papiere). Soft-Kalander können aber auch seidenmatte und Präge-Kalander strukturierte Oberflächen erzeugen.
Kalandrieren
Bei der Papierherstellung ist die Kalandrierung eine mechanische Glättung eines gestrichenen, aber auch ungestrichenen Papiers. Das Kalandrieren wird manchmal auch als „Satinieren“ bezeichnet. Kerndurchmesser Durchmesser des Rollenkerns, auf den Großformatmedien (Reprokopier- und Inkjetmaterialien) gewickelt sind. 3 Zoll Durchmesser (= 7,62 cm) für Reprokopiermaterialien, Inkjetmaterialien für Öl sowie für Lösemittel basierende Tinten 2 Zoll Durchmesser (= 5,08 cm) für Inkjetmaterialien für Wasser basierende Tinten.
Kioskvitrinen
Plakatvitrinen im 4/1-Bogen-Format.
Klima
s.Raumklima, s. Luftfeuchtigkeit
Klimahülle
Bei dem Ries-Einschlagpapier befindet sich auf der Innenseite eine Polypropylen-Beschichtung, die das Klima in dem Ries stabil hält. Bei der riesfreien Verpackung befindet sich die Polypropylen-Beschichtung innerhalb des Wellpappenkerns. Auch hier ist das richtige Klima garantiert.
Kochung
Chemischer Prozess zur Gewinnung von Zellstoff aus Holz. Dabei werden Hackschnitzel mit Chemikalien unter Temperatur und Druckeinwirkung in einem Kocher aufgeschlossen.
Kontakt
Maßstab der Auffälligkeit von Werbung. Jeder Passant, der die Werbefläche wahrnimmt, ist ein zählbarer Kontakt.
Kopierpapier
Naturpapiere weiß und farbig, die sich besonders für die Anfertigung von Fotokopien eignen. Kopierpapiere müssen, um sie störungsfrei verarbeiten zu können, ganz bestimmte Eigenschaften haben, die normale Papiere in der Regel nicht erfüllen. Insofern ist die Bezeichnung „Normalpapier-Kopierpapier“ für den Einsatz in den heutigen Kopiergeräten irreführend. Von den Kopierpapieren wird eine außergewöhnlich hohe Hitzebeständigkeit verlangt, unabhängig davon, ob sie aus Zellstoff, holzhaltigen oder recycelten Fasern bestehen.
Das Papier darf keine Bestandteile enthalten, die bei ca. 200º C klebrig werden, riechen oder qualmen. Während Druckpapiere durchweg mit einer relativen Feuchte von ca. 50 - 55% gefertigt und geliefert werden, haben Kopierpapiere nur ca. 30% bei 20 - 22º C Raumtemperatur. Die geringere relative Feuchte verhindert, daß das Papier durch die hohe Hitzeeinwirkung im Gerät wellig wird. Maßhaltigkeit, Planlage, Opazität, beidseitige gleichmäßige Glätte sowie geschlossene Oberfläche sind entscheidende Kriterien, die nur von Kopierpapieren von guter Qualität erfüllt werden. Kopierpapiere müssen so stabil und fest sein, dass sie sich beim Kopiervorgang weder wellen noch verziehen.
Dies ist besonders beim Duplex-Verfahren von besonderer Wichtigkeit. Um Störungen im Kopierer zu verhindern, haben insbesondere die Kopierpapiere guter Qualität eine sogenannte Vorwölbung, das bedeutet, dass die Vorderseite des Papiers mit einer höheren Oberflächenspannung gearbeitet ist. Deshalb ist die zuerst zu kopierende Seite auf der Verpackung mit einem Pfeil gekennzeichnet.
Laufrichtung
Unter Laufrichtung versteht man die Richtung, in welcher die Papiermasse über die Papiermaschine gelaufen ist (Faserlauf). Bei der Entwässerung auf dem Sieb kommen die Fasern hauptsächlich in ihrer Länge parallel zur Laufrichtung zu liegen. Die Bahnbreite ist die Rollenbreite, in der das Papier auf der Papiermaschine gearbeitet ist. Sie läuft quer zur Laufrichtung.
Die Laufrichtung spielt insbesondere bei der Verarbeitung des Papiers oder Kartons eine Rolle, da das Material in dieser Richtung meist eine größere Festigkeit und Steifigkeit aufweist. Möglichkeiten zur Feststellung der Laufrichtung: Reißprobe: Man reißt das rechtwinklig geschnittene Papierblatt in beiden Richtungen ein.
In der Faserrichtung (Laufrichtung) geht das Reißen leichter vor sich und der Einriss wirkt gerade, während in der Querrichtung parallel zur Bahnbreite beim Einreißen ein größerer Widerstand festzustellen ist und der Einriss ungleichmäßiger verläuft. Nagelprobe: Man zieht die Kanten des zu prüfenden Papierbogens in beiden Richtungen zwischen den Nägeln des Daumens und des Zeigefingers hindurch. In der einen Richtung ergeben sich dabei stärkere Wellen, es ist die Bahnbreite. Der Faserlauf geht parallel mit der glatten Kante des Bogens.
Lebensdauer
Der Typ der Pulpe ist verantwortlich für die Geschwindigkeit, mit der Papier altert. Von sehr großer Bedeutung ist das Säureniveau (pHWert) des Materials und der verwendeten Füllstoffe (z.B. Kalk). Alle Océ-Papiere weisen eine Lebensdauer von mehr als 100 Jahren auf und entsprechen damit den Bestimmungen des Standards DIN 6738 oder ISO 9706.S. Alterungsbeständigkeit
Lebensdauerklassen
Klassifizierung der Lebensdauer von gestrichenen und ungestrichenen Papieren und Kartons. Sie ergibt sich aus der Norm DIN-ISO 6738 s. Alterungsbeständigkeit
Leimung
Die Leimung verhindert, dass Tinten- oder Druckfarben verlaufen bzw. bis zur Rückseite durchschlagen. Bis auf Filter- und Löschpapiere erfordern alle Papiere einen Leimzusatz. Meist wird der Leim der Papiermasse bereits vor der Verarbeitung beigegeben (Stoffleimung), für spezielle Papiersorten gibt es jedoch auch eine nachträgliche Oberflächenleimung innerhalb der Trockenpartie der Papiermaschine. Massenleimung – besteht darin, das Papier hydrophob (wasserabweisend) zu machen. Oberflächenleimung – besteht normalerweise aus Stärke und Polymeren
Lichtechtheit
Lichtechtheit bei Papieren meint die Beständigkeit der optischen und physikalischen Eigenschaften gegen Lichteinwirkung. Je weniger lichtecht das Papier ist, desto schneller vergilbt das Papier. Bei farbigen Papieren ist es in erster Linie wichtig, dass trotz Einwirkung der UV-Strahlen das Papier seine Farbe beibehält und nicht verblasst. Hundertprozentigen Schutz vor Ausbleichen unter Tageslicht und Wärme gibt es nicht. Holzfreie Rohstoffe und entsprechende Farbpigmente können die Farbtonänderung verzögern.
Lichtpausmaterialien
Sind für verschiedene Technologien unter unterschiedlichen Bezeichnungen im Markt erhältlich. Oce Lichtpausmaterialien sind mit einer Kodierung versehen, die das jeweilige Entwicklungssystem, die Pausgeschwindigkeit und die Farbe der Bildlinie bezeichnet. Die Buchstaben am Anfang der Produktbezeichnung beziehen sich auf das Entwicklungssystem, für das das Material geeignet ist.
Die Pausgeschwindigkeit wird durch die Zahl im Anschluss an die Verfahrenskodierung angegeben. Je höher die Zahl, desto lichtempfindlicher das Material, desto höhere Pausgeschwindigkeiten. Die Kodierung für die Farbe der Bildlinie lautet: N = schwarze Linie S = braune Linie Lichtpausmaterialien sind aufgrund der empfindlichen Beschichtung nur begrenzt haltbar (3 Monate). Kühle, trockene und dunkle Lagerung erhält die Qualität des Materials und verlängert die Haltbarkeit.
Lignin
ist eine Gerüstsubstanz, die neben der Zellulose und weiteren Bestandteilen im Holz enthalten ist. Es bewirkt dort die zusätzliche Versteifung der Fasern. Im Papier ist es eine unerwünschte Beigabe, die dafür sorgt, dass das Papier schnell vergilbt. Bei der Zellstoffgewinnung wird es chemisch weitgehend von der Zellulose getrennt.
Litfassäule
Bereits 1855 wurde von Ernst Litfas die erste Litfassaule in Berlin aufgestellt.
Litomobil
Hier handelt es sich zumeist um Kleinlaster mit Pritschenaufbau. Auf diesen Aufbau wird eine Werbeflache montiert, die in den meisten Fällen der Grosflache (18/1 mit 9m²) entspricht. Der Kleinlaster wird entweder an Verkehrsknotenpunkten geparkt oder fahrt eine vorbestimmte Route mehrmals ab.
Luftfeuchtigkeit
s. Raumklima
Maßeinheiten
- Zoll 1" = 2,54 cm
- Mil 1 mil = 0,025 mm
- 3,5 mil = 0,875 mm
- 100 Micron 100 µm = 0,1 mm
- 100 µm = 4 mil
siehe auch DIN, > Flächengewicht
Megalights
Backlights im 18/1-Bogen-Format, die auch City-Light-Boards genannt werden.
Nassdehnung
Jedes Papier dehnt sich im Nasszustand (Kleben) aus, weil die Papierfasern durch die Wasseraufnahme aufquellen. Die Ausdehnung findet hauptsächlich quer zur Laufrichtung der Papierfasern statt. Die Nassdehnung kann ein Grossflächenplakat bis zu 15 cm vergrößern.
Nassklebeverfahren
Klebeplakate werden in Deutschland im Nassklebeverfahren geklebt. Die gefalzten Plakate werden gewässert und im nassen Zustand an die Wand geklebt. Das Nassklebeverfahren gewährleistet einen falten- und blasenfreien Anschlag. Das Nassklebeverfahren stellt an die Qualität des verwendeten Papiers besondere Anforderungen.
Naturpapier
Allgemeine Bezeichnung für Papiere, die im Gegensatz zu gestrichenen Papieren keine Veredelung durch einen Strichauftrag haben. Sie können auch als ungestrichene Papiere bezeichnet werden.
Netzbelegung
Manche Werbetrager konnen nicht einzeln, sondern nur in so genannten Netzen gebucht werden. Dazu gehoren etwa die CityLight-Poster.
Nordischer Schwan
Der SWAN LABEL ist ein Umweltzeichen fur nordische Feinpapiere, welches 1989 vom Nordic Council of Ministers eingeführt wurde. Das nordische Umweltzeichen wird vom schwedischen Institut für Normung SIS in Stockholm vergeben. Eine neutrale internationale Kontrollinstanz beurteilt nicht nur das Produkt selbst, sondern auch den Herstellungsprozess sowie den gesamten Lebenszyklus hinsichtlich aller direkt bzw. indirekt auftretender Umweltbelastungen. Die Verpackung gilt normalerweise als ein Teil des Produktes und wird daher in die Beurteilung mit einbezogen. Zielsetzung: Der nordische Schwan soll dem Käufer helfen, unter dem Warenangebot die am wenigsten umweltbelastenden Produkte auswählen zu können, und um die Hersteller zu Produktentwicklungen zu motivieren, die Rücksicht auf Gesundheit und Umwelt nehmen. Erfüllt ein Feinpapier die gestellten Bedingungen, muss der Hersteller bei der Bewerbung um das Umweltzeichen sämtliche technischen Daten des Produktes und der Herstellung offenlegen. Weiterhin muss er damit einverstanden sein, dass eine unabhängige Organisation kontinuierlich die Einhaltung der Vorschriften kontrolliert.
Die Lizenz für den nord. Schwan gilt fur die Dauer von max. 3 Jahren und kann jederzeit widerrufen werden, wenn die Bedingungen nicht erfüllt oder durch neue Technologien umweltgerechtere Produktionsmoglichkeiten geschaffen werden. Die grundlegenden Kontrollen des Swan - Zeichens für die ganzheitliche Papierherstellung beziehen sich auf die eigentlichen Emissionen bei der Zellstoff- und der Papierherstellung in die Umwelt. Die wesentlichen Parameter sind:
- Die organischen Chlorverbindungen im Abwasser der Zellstoff- bzw. Papierfabrik (AOX)
- Der chemische Sauerstoffbedarf des Abwassers der Zellstoff- bzw. Papierfabrik (COD)
- Die Schwefel-Emissionen wahrend der Zellstoff- bzw. Papierproduktion (S)
- Stickstoffoxyd-Emissionen (NO und NO2).
Für all diese Stoffe gelten scharfe Grenzwerte. Mit Hilfe eines zusammenhangenden Punktesystems wird festgestellt, ob der Gesamt- Grenzwert (4,0 Punkte) unterschritten ist. Nur dann wird dem Produkt die Auszeichnung "Nordischer Schwan" zuerkannt. Dieses Zertifikat ist international anerkannt und als Qualitätszeugnis mit den schwierigsten Kriterien bekannt. Folgende Océ-Papiere des Bereiches Druck- und Kopiermaterialien besitzen die Auszeichnung "Nordischer Schwan":
- Red Label ECF Black Label ECF
- Green Label TCF Yellow Label ECF
- Recycling Label Trend White farbige Papiere TCF
Opazität
ist das Fachwort für die Undurchsichtigkeit des Papiers. Diese Eigenschaft ist vor allem für grafische Papiere wichtig, die z. B. von beiden Seiten bedruckt werden sollen. (Je höher die Opazität, desto blickdichter das Papier.) Die Opazität kann dadurch erhöht werden, dass man der Papiermasse mehr Holzschliff oder Füllstoffe wie Kaolin, Talkum oder Titandioxyd zusetzt. Dadurch entsteht gleichzeitig auch eine glattere Oberfläche. Die Opazität verschiedener Papiere lässt sich leicht vergleichen, indem man sie nebeneinander auf einen kontrastreichen Druck legt und optisch vergleicht, wie stark dieser durchscheint. Die meisten Papiere mit einer Grammatur von 80 haben eine Opazität von 92%. Der theoretische Maximalwert betragt 100%.
Optische Aufheller
Optische Aufheller sind farblose Substanzen, die ultraviolette Strahlen absorbieren können und sie als sichtbare Strahlen wieder abgeben. Durch die Zugabe solcher Substanzen kann der Weißegrad von Naturpapier und auch von gestrichenen Papieren erhöht werden.
Paletten
A4, 80 g/m²:
- 1 Palette = 40 Kartons = 200 Riese = 100.000 Blatt A4
- 1 Palette wiegt 500 kg
- Palettenformat = Mini-Palette, Standardpalette = B70 x T90 x H150 cm (5-lagige Stapelung Karton)
A3, 80 g/m²:
- 1 Palette = 20 Kartons = 100 Pakete = 50.000 Blatt A3
- 1 Palette wiegt 500 kg Palettenformat = Mini-Palette,
- Standardpalette = B70 x T90 x H150 cm
- Palettenformat Europalette: 120 x 120 x 80 cm (BxHxT)
Die Europalette wird meist 4-lagig gepackt und fasst 120.000 Blatt 80g A4 (240 Riese à 500 Blatt) s. Flächengewicht Paletteneinheiten für Rollenware variieren je nach Produkt, Flächengewicht, Rollenbreite und Lauflänge. Hier eine Auswahl:
- Reprokopierpapiere (Top, Red, Black, Green Label) 75/80 g: 0,841 und 0,914 m, Lauflänge 175 bzw. 200 m: 24 Rollen
- Industrieverpackung: alle Breiten 24 Rollen Inkjetpapiere (Draft/Draft Plus/Standard/Premium Papiere): Bis einschließlich 0,914 m Breite, Kartonverpackung: 50 m 80 Rollen 91 m 49 Rollen 110/120 m 35 Rollen
Papier
ist ein Erzeugnis aus mechanischen oder chemisch freigelegten Pflanzenfasern, die in wässriger Suspension miteinander verfilzt und – unter Zusatz von Hilfsstoffen wie Füllstoffen, Farbstoffen oder Leim – zu Blattform verarbeitet werden. Oder, laut DIN 6730: "ein flächiger, im Wesentlichen aus Fasern meist pflanzlicher Herkunft bestehender Werkstoff, der durch Entwässerung einer Faserstoffaufschwemmung auf einem Sieb gebildet wird".
Papierdicke
> Volumen
Papierformate
> DIN
Papiergewicht
> Flächengewicht
Papiermaschine
ist das zentrale Element jeder Papierfabrik. Auf bis zu 10 Metern Breite und bis zu 200 Metern Länge sind unter dem Sammelbegriff "Papiermaschine" sehr unterschiedliche Aggregate hintereinandergeschaltet: Stoffauflauf, Siebpartie, Pressenpartie, Trockenpartie und Aufrollung sind - bei sehr variablen Konstruktionsmöglichkeiten - die Standardelemente. Im Stoffauflauf wird der Faserbrei (mit bis zu 99 Prozent Wasser aus der Aufbereitung) gleichmäßig auf ein äußerst feines Endlossieb aufgebracht, das sich ständig fortbewegt und – außer bei sehr schnellen Maschinen – auch seitlich geschüttelt wird. Hier verfilzen sich die Fasern zu einer einheitlichen, noch nassen Papierbahn ("Blattbildung").
In dieser Siebpartie läuft überschüssiges Wasser durch das Sieb ab, am Ende liegt der Wassergehalt noch bei etwa 80 Prozent. Die Bahn ist dann bereits fest genug, um sie vom Sieb abzunehmen und mit Hilfe von Filzbändern in die anschließenden Nasspressen zu leiten. Nach dieser weiteren Entwässerung, die den Wassergehalt auf gut 50 Prozent reduziert, beginnt der längste Teil der Papiermaschine, die Trockenpartie. Auf bis zu 100 dampfbeheizten Trockenzylindern wird der Papierbahn der Rest der Feuchtigkeit entzogen. Daran können sich bis zum Aufrollen der Bahn auf einen Tambour noch verschiedene, nicht obligatorische Arbeitsgänge anschließen. So kann ein Streichwerk eingeschaltet sein, in dem die Papierbahn auf halbem Wege zur endgültigen Trocknung noch gestrichen wird.
Für bestimmte Verwendungszwecke wird das Papier außerhalb der Papiermaschine noch besonders veredelt (s. satiniert bzw. geglättet).
Beachtlich sind die Geschwindigkeiten, mit denen moderne Papiermaschinen arbeiten. So kann eine Zeitungs druckpapiermaschine mit einer Arbeitsbreite von 9 Metern Geschwindigkeiten bis zu 900 Meter pro Minute (= 54 km/h) erreichen und so in 24 Stunden 600 Tonnen Papier mit einem Flächengewicht von 52 g/m² erzeugen. Zum Vergleich: ein mittelalterlicher Papiermacher schaffte mit 24 Arbeitern in 16 Stunden etwa 100 Kilogramm Büttenpapier. Je nach Art des Papiers laufen Papiermaschinen mit Geschwindigkeiten bis zu 2000 m/min., in anderen Fällen erreichen sie jedoch nur einige m/min.
Penplotter
Stiftplotter; Plotsystem, welches mit Einsatz von Stiften Zeichnungen erstellt.
Pinless
Die Pinless Technologie ermöglicht es Ihnen, profitabler zu arbeiten, denn bei der Endbearbeitung entfällt ein Arbeitsschritt: das Abtrennen der Lochränder. Darüber hinaus kann die gesamte Druckbreite des Druckers genutzt werden. Rollenbreite Von 210 mm bis 482 mm (Schmalbahn) Ausrüstung / Varianten Rollenkern wagerecht Rollenkern senkrecht Rollenkerne 70 mm bis 200 mm
Plakatmaße
Folgende Faustregel gilt: x/1 entsprechen x mal der Fläche A1! Also sind 4/1 4x die Fläche DIN A1. Als gängige Plakatmaße gibt es: 4/1 Bogen B 119 x H 168 cm oder 2x 119 x 84 cm 6/1 Bogen B 119 x H 252 cm oder 3x 119 x 84 cm 18/1 Bogen B 356 x H 252 cm oder 8x 89 x 126 cm
Postconsumer-Waste
Bedrucktes oder gefärbtes Altpapier
Preconsumer-Waste
Unbedruckte Papierabfälle. S.Altpapier, Preconsumer-Waste
Pulp
Englische Bezeichnung für den aufbereiteten, produktionsfertigen Faserstoff, die Pulpe.
Quadratmetergewicht
> Flächengewicht
Qualitäten
Der Markt für weißes Papier unterscheidet A-, B- und C-Qualitäten. A-Qualität (hervorragende bis sehr gute Qualität) B-Qualität (gute Qualität) C-Qualität (befriedigende Qualität)
Qualitätsaspekte
Weiße, Opazität, Transparenz, Geschmeidigkeit, Farbtreue, Laufeigenschaften, Stärke, Steifheit, saubere Schnittkanten, Falteigenschaften.
Randwelligkeit
Unerwünschte Welligkeit von Papier durch ungünstige klimatische Einflüsse. Sie entsteht, wenn im Raum eine höhere rel. Feuchte ist als im Papierstapel. Die Außenkanten des Papierstapels nehmen aus der Raumluft Feuchtigkeit auf und die Papierfasern quellen auf. Dadurch wird das Papier an den Kanten “länger” - es bilden sich Randwellen. S. Tellerbildung
Raster
Großflächenplakate werden normalerweise in einer Rasterweite von ca. 11 lin/cm gedruckt. Größere Raster führen zu einer Verringerung des Kontrastumfangs und damit zu einer Beeinträchtigung der „plakativen“ Wirkung.
Raumklima
Zur optimalen Verarbeitung von Kopierpapier ist ein ausgewogenes Klima notwendig: Die Temperatur sollte zwischen 20º C und 22º C liegen und die relative Luftfeuchtigkeit ca. 30% betragen (rel. Luftfeuch - tigkeit von 50 - 55% nur bei Druckpapier!). Je weiter die rel. Luftfeuchte von diesem Wert abweicht, desto größer ist die Gefahr, dass es zu Problemen kommt. Schon bei einer Differenz von 10% muss mit Tellerbildung, Randwelligkeit und statischer Aufladung gerechnet werden. Temperaturdifferenzen zwischen Papierstapel und Verarbeitungsort haben vergleichbare Auswirkungen. Daher muss vor dem Einsatz des Papiers ein Temperaturausgleich am späteren Verwendungsort erfolgen. Die Dauer dieses Ausgleichs ist abhängig von dem Volumen des Papierstapels und der Temperaturdifferenz; als Faustregel gelten 24 Stunden als ausreichend.
Recycling
Wiederverwertung von Papieren. Bei jeder Verwendung wird die Papierfaser kürzer, d.h. die Steifigkeit wird geringer. Damit steigt das Risiko von Papierstau. Das Verfahren kann also nicht endlos wiederholt werden. Es muss ein kontinuierlicher Zufluss an neuen Zellulosefasern gewährleistet sein. Im Allgemeinen kann eine Faser „nur“ 5x verarbeitet werden. S. Altpapier
Recyclingpapiere
Papiere die aus 100% Altpapier hergestellt werden. S. Altpapier
Ries
Von arab. „rizma“= Ballen. Bezeichnung für eine variable Menge von Papierbogen, die in Ries-Einschlagpapier verpackt werden. Ein Ries enthält, je nach Papierstärke, 500 - 250 - 125 - 100 - 50 Blatt bzw. Bogen.
Rollenkern
Stabile Kartonhülse, auf der Großformatmedien gewickelt sind s. Kerndurchmesser
Rumpffläche
Die Größe der Rumpffläche der Öffentlichen Nahverkehrsmittel (Bus) ist im Format 883 x 50 cm definiert. Man versteht darunter die Fläche unterhalb der Fensterfläche.
Satinage
Satinage bedeutet ganz allgemein das Glätten der Oberfläche eines Papiers in einem Kalander. Dadurch ergibt sich die gewünschte Oberflächencharakteristik des Papiers.
Satiniert
werden Papiere, für deren Verwendungszweck die Oberflächenqualität aus dem Glättwerk der Papiermaschine nicht ausreicht. Die Satinage erfolgt in einem Kalander.
Säure / pH-Wert
Der Säurewert für die meisten Océ Papiere liegt zwischen 7 und 8.
Schlauchverpackung
Verpackungsart bei Inkjetpapieren. Die Rollen sind ohne Umkarton mit einer Schlauchverpackung (Folie) auf einer Palette gepackt. Für den Anwender fallen weniger Verpackungsmüll und kürzere Zugriffszeiten an. S. Industrieverpackung
Schmalbahn
Bezeichnung, aus der die Laufrichtung der Papierfasern eines Bogens hervorgeht. Dabei ist die kürzere (schmalere) Kante aus der Breite der Papierbahn der Papiermaschine geschnitten worden (DIN A4). S. Breitbahn
Smart-Palette
Die Rollen sind mit Schlauchverpackung, die Palette hat einen Umkarton.
Schönseite
s. Siebseite
Schwere Papiere
Dieses Papier zeichnet sich durch hohe Opazität aus. Es findet mit einer Grammatur von 100 bis 150 g/m² unter anderem Anwendung im Coverdruck.
Sekundärfasern
Fasern für die Papierherstellung die ausschließlich aus Altpapier gewonnen wurden.
Siebseite
heißt die Seite des Papiers, die bei der Blattbildung in der Papiermaschine auf dem Sieb aufliegt. Sie ist, vor allem bei Faserstoffen niedrigerer Qualität, häufig am leichten Abdruck des Metallgewebes auf der Papieroberfläche zu erkennen. Die Siebseite enthält zudem weniger Füllstoffe, weil diese zum Teil mit dem Wasser vom Sieb abgesogen werden. Die dem Sieb abgewandte Seite wird wegen der glatteren Oberfläche und des höheren Füllstoffgehalts als "Schönseite" oder "Schöndruckseite" bezeichnet. Für diese Verschiedenheit der beiden Oberflächen haben die Papiermacher den Begriff "Zweiseitigkeit" geprägt. Aufgrund ständig verbesserter Fertigungsmethoden ist bei vielen der heute erhältlichen Papiere diese Zweiseitigkeit kaum noch feststellbar.
Spezialmittler
Darunter versteht man Mediaagenturen, die die Buchung und Abwicklung von Werbekampagnen im Bereich Außenwerbung durchführen.
Superposter
Mit einer Abmessung von 526 x 372 cm übertrifft es mit seiner Fläche von 19,57 m² die Großstelle deutlich (9 m²). Der Druck erfolgt normalerweise im Bogenmaß 131,5 x 186 cm. Bundesweit gibt es etwa 1.500 Werbestellen.
Swan Label
> Nordischer Schwan
Statische Aufladung
Statische Elektrizität kann sich durch Aufladung oder Elektromagnetismus bemerkbar machen. Meist entsteht sie, wenn das Papier zu trocken gelagert und verarbeitet wird – vor allem durch die Reibungsenergie in Druckmaschinen. Durch gleichmäßige Raum temperatur von 20 bis 22º C und relative Luftfeuchtigkeit von 50 bis 55% (Druckpapier) bzw. 30% (Kopierpapier) lässt sich statische Aufladung durchweg verhindern.
Stiftplotter
Plotsystem, welches mit Einsatz von Stiften Zeichnungen erstellt
Taxi-Werbung
Hier stehen Werbeflächen an en Seiten der ca. 55.000 Taxen in Deutschland zur Verfügung. Die Maße betragen entweder 160 x 30 cm oder 150 x 29 cm.
TCF
– totally chlorine free / total chlorfrei – Zur Herstellung von TCFPapieren werden die Zellstoffe weder mit Elementarchlor noch mit Chlorverbindungen gebleicht. Das Bleichen erfolgt stattdessen mit Wasserstoffperoxyd, Sauerstoff oder Ozon. Dieses Bleichverfahren führt zu keinerlei Belastungen (AOX-Wert = 0,0 bezogen auf 1.000 kg Faserstoff). > Bleichen, > Chlorbleiche
Tellerbildung
Wenn ein Papierstapel in einen Raum mit zu trockener Luft kommt, trocknet er außen aus, während innen die Stapelfeuchte nur langsam abnimmt. Als Folge schrumpfen an den Außenseiten des Papierstapels die Papierfasern, während sie zur Mitte hin ihr Maß beibehalten: Der Stapel wölbt sich. Tellerbildung wirkt sich u.a. sehr negativ auf die Durchlaufeigenschaften aus. > Randwelligkeit
Teilungsschnitte
Stoßkanten zwischen den einzelnen Bogenteilen bei mehrteiligen Plakaten. Bereits beim Entwurf sollte darauf geachtet werden, dass empfindliche Motivteile (Gesichter, feine Schriften) nicht von Teilungsschnitte getrennt werden, da diese Schnitte durch die ungenaue Klebung sichtbar werden.
Thermodirekt-Drucker-Medien
Besitzen eine wärmereaktive Oberfläche. Das Druckbild entsteht durch thermische Reaktion. Diese Medien sind entsprechend gering temperiert zu lagern bzw. die Drucke entsprechend zu archivieren.
Thermotransfer-Drucker-Papiere
müssen eine sehr ebene Oberfläche besitzen, damit der größtmögliche Kontakt zwischen Zeichnungsträger, Farbband und Thermoleiste gegeben ist. Die Wachsfarbe muss darauf besser haften können, als auf der Trägerfolie. Daher sind weiße, gestrichene oder hochsatinierte Papiere besonders empfehlenswert.
Timelightposter
Timelightposter sind hinterleuchtete Plakat-Displays an Großuhren. Angeboten werden sie in den Städten Hamburg, Berlin und Düsseldorf im DIN A0 und DIN A1 Hochformat an.
Tinte
Dye (=Farbstoff) Tinte findet Verwendung im Bereich wasserbasierender Inkjet-Plotter. Sie zeichnet sich gegenüber der Pigmenttinte dadurch aus, dass ihr Farbraum und die Farbbrillanz höher ist. Nachteilig ist ihre geringere UV-Beständigkeit im Outdoorbereich. Man verwendet sie sowohl bei thermo- als auch piezoelektrischen Inkjetplottern. Pigmenttinte enthält UV-beständige Pigmente. Im Gegensatz zu Dye Tinten weist sie jedoch eine geringere Farbbrillanz auf. Während Farbstofftinte sich im Wasser auflöst und in das Material eindringt, bleiben die Pigmente als Farbkörnchen erhalten und setzen sich auf der Oberfläche des Druckmediums ab.
Tintenstrahlpapiere
> Inkjet-Papiere
Traffic Banner
Die neuste Entwicklung im Bereich der Verkehrsmittelwerbung sind Traffic Banner im Standardmaß 150 x 50 cm.
Traffic Boards
Neben den klassischen 18/1 Traffic Boards, gibt es die rollenden Großflächen inzwischen auch als 4/1 Werbeflächen an Bussen und Bahnen des ÖPNV.
Transparenz
Bezeichnung für die Lichtdurchlässigkeit des Papiers. Merkmal ist das Durchscheinen der Schrift. > Opazität
Umweltschutzpapier
Anderer Ausdruck für Recyclingpapier
Umweltzeichen
> Nordischer Schwan, > Blauer Engel
Überlappung
Kleberänder in den einzelnen Bogenteilen bei mehrteiligen Klebeplakaten. Sie enthalten als Hinweis für den Plakatkleber die Motivbezeichnung und die Bogenteilbezeichnung des Plakats.
Verkehrsmittelwerbung
Alle Werbeformen, die an Fahrzeugen oder anderen mobilen Untersätzen angebracht werden.
Vollverklebung
Darunter versteht man in der Verkehrsmittelwerbung das komplette Bekleben eines KFZ mit Werbung. Allerdings muss im Vorfeld abgeklärt werden, in wie weit Fensterflächen verklebt werden dürfen.
Volumen von Papier
Raumgröße des Papierquerschnittes im Verhältnis zum spezifischen Papiergewicht. (Papierdicke in mm x 1000) / Gramm pro Quadratmeter = Volumen Faustregel: Die Millimeterstärke einfachvolumiger Papiere ist etwa ein Tausendstel des Flächengewichts (d. h. z.B.: ein 100 g Papier ist 0,1 mm dick). Achtung: Je höher das Volumen eines Papiers, desto größer die Gefahr einer ungleichmäßigen Oberfläche.
WC-Werbung
Werbung an den Tür-Innenseiten von Toiletten, zielgruppengerechte Werbung, da nach Damen und Herren unterschieden werden kann.
Weiße(grad)
Der Weißegrad ist der Wert für die Helligkeit des Papiers. Es ist ein sehr entscheidendes Kriterium für die qualitative Zuordnung von Papier. Die Weiße wird gemessen im Vergleich zu Magnesiumoxyd, dessen Rückstrahlvermögen für Licht aller Farben gleich 100 % gesetzt wird.
Welligkeit
entsteht wenn im Raum eine höhere Feuchte als im Papier besteht. > Tellerbildung
Werbeträger
Bauliche Vorrichtung zum Anbringen von Werbung.
Wollskala
Als Lichtechtheitsmaßstab dient bei den normgerechten Prüfungen eine Skala von acht blauen, in ihrer Lichtechtheit abgestuften Typfärbungen auf Wollgewebe von ca. 1 cm Breite, die zusammen mit den Proben in einem Prüfgerät der Bestrahlung ausgesetzt werden. Die Lichtechtheit wird in acht verschiedenen Stufen (WS1-WS8) erfasst. Der Wollskalenwert sieben bedeutet, dass die Farbe durchschnittlich 350 Freilichttage in Deutschland aushält bevor sie mit Ausbleichen beginnt.
Zellstoff
Faserstoff, der aus pflanzlichen Faserrohstoffen durch chemischen Aufschluss gewonnen wird und als Hauptbestandteile Zellulose neben anderen Stoffen wie Hemizellulose, Restlignin und organische Stoffe enthält. Dabei wird das Holz (Laub- und Nadelhölzer) zunächst mechanisch in Hackschnitzel zerkleinert. Diese werden dann mit einer Kochflüssigkeit (s. Kochung) imprägniert und unter Druck und Temperatur über mehrere Stunden gekocht. Es gibt verschiedene Kochprozesse. Am Schluss der Verarbeitung wird der fertige Zellstoff getrocknet und zu Platten gepresst oder direkt über eine Pipeline an die Papierfabrik geliefert.
Zellulose
ist die häufigste natürlich vorkommende organische Verbindung: die Zellwände der Pflanzen bestehen aus diesem Faserstoff. Im Holz ist die Zellulose mit Lignin und anderen Bestandteilen der Zellwand verbunden